| | Wettbewerb Alten- Pflegeheim Leverkusen 1. Platz
PROJEKTDATEN Bruttogeschossfläche: ca. 9.200 m²
| 
 | OBJEKT Die, in zwei Bauabschnitte eingeteilte Wettbewerbsaufgabe, stellte mit ihren vorhandenen Situation- und Rahmenbedingungen und der damit verbundenen Aufgabenstellung komplexe Anforderungen zur Ausformulierung einer zufriedenstellenden Gesamtlösung. Diese wurden bereits im Vorfeld durch Ziel- und Lösungsformulierungen erarbeitet. | 
 | KONZEPTIONS-PLUS Zielformulierungen für die vorgelegte Planung: 01 klare Struktur im Grundriss mit hoher Übersichtlichkeit im Bereich der Erschließung und innerhalb der Wohngruppe 02 Kurze Wege für das Personal mit wirtschaftlichen Wohnbereichsgrößen 03 Verbesserung der räumlichen Strukturen für die Bewohner (Zimmer mit eigenem Bad) unter Berücksichtigung einer wirtschaftlichen Realisierung (möglichst geringe Eingriffe in bestehende Bausubstanz) 04 Erweiterung des Heims unabhängig vom Bestand damit Bewohner wenig tangiert werden Stichwort ist Wirtschaftlichkeit. 05 Schaffung eines geschützten Bereiches für eine Hausgemeinschaft mit demenziell erkrankten Menschen. 06 Der Entwurf verzichtet weitestgehend auf nordorientierte Bewohnerzimmer
Die vorgenannten Ziele werden folgendermaßen umgesetzt: 01 Erweiterung des westlichen Gebäudeflügels durch Anbau im Erdgeschoss und Aufstockung im 1. Obergeschoss. Dabei entstehen 2 Innenhofsituationen, die für eine gute Belichtung bei gleichzeitig kurzen Wegen für das Personal und guter Orientierung für die Bewohner gewährleisten Wirtschaftliche Realisierung mit nur einem Fluchttreppenhaus möglich. 02 Sanierung der Bewohnerzimmer im Bestand unter Beibehaltung der kompletten Grundriss-Struktur: Die jetzigen Bewohnerzimmer werden in Ihrer Struktur bis über zum Balkon hinaus verlängert und erhalten eine neue behindertengerechte Nasszelle. Dies geschieht unter der Prämisse keine statisch notwendigen Eingriffe in den Bestand zu unternehmen. Das bestehende Dachgeschoss wird durch ein strukturell und wirtschaftliches sinnvolleres Staffelgeschoss ersetzt. Gleichzeit wird hier eine Anpassung an die umgebende Bebauung erzielt! 03 Die Neugestaltung und Umstrukturierung des Eingangsbereiches dient der besseren Orientierung für Nutzer und Besucher. Der Umbau wird dabei keine Eingriffe im Bereich des Untergeschosses mit sich bringen. Die Schräge der Eingangsfassade richtet sich nach dem Standort der Kirche und geleitet den Besucher zum eigentlichen Eingangsportal. Das neue Foyer öffnet sich nach Süden zum geschützten Innenhof. Es entstehen hier neue Bereiche mit einer hohen Aufenthaltsqualität, die die Bewohner wie jetzt auch schon, dort zum Verweilen einladen. Die Personalräume wie UK und Hausmeisterraum werden im UG untergebracht. Dafür werden wiederum öffentliche Räume wie Basteln oder Frühstück, sowie die Kapelle im EG untergebracht. 04 In der Eingangshalle werden der Veranstaltungsraum und die Cafeteria platziert. Durch großzügige Schiebewände kann der Veranstaltungsraum geöffnet werden und sich in das Foyer vergrößern. 05 Lese und Geburtstagsraum, sowie der Bastel- und Frühstücksraum werden ins Kopplungsstück (Mitte) verlagert. Damit liegen diese im Schnittpunkt zwischen Eingang und dem Wohnbereich 4; eine autarke Nutzung ist über einen eigenen Eingang ist zusätzlich möglich. 06 Im Erdgeschoss, im WB 4 wird eine Hausgemeinschaft für 11 Bewohner angeboten, die im Süden entstehen soll. Die Hofsituation bietet hierbei eine entsprechende intime Atmosphäre. 07 Verlagerung des Gottesdienstraumes in das Kopplungsstück mit einem eigenem Baukörper. Der Bereich Abschied ist im WB 4 unmittelbar angegliedert.
Gestalterische Umsetzung 01 Angleichen der Fassaden Bestand und Neubau. 02 Orientierung am Bestand. Die Gestaltung richtet sich darauf aus ein freundliches und einladendes Bild eines Pflegeheims zu Zeichnen ohne dabei zu poppig zu wirken. Ein zeitloses Design ist hier angestrebt. 03 Bestand und Neubau erhalten jeweils eine Putzfassade. Die Aluminium-Fensterelemente erhalten zur Auflockerung und zur optischen Aufwertung beständige Holzapplikationen. Brüstungselemente und Absturzsicherungen werden verglast. 04 Flachdächer erhalten eine extensive Dachbegrünung, bei Austritten einen Holzbelag .
BETREUTES WOHNEN Entwurfskonzept 01 Der Umbau und die Erweiterung des „Betreuten Wohnen“, wird an den Neubau des Eingangsbereich angedockt, behält aber durch seinen eigenen Eingang seine Selbstständigkeit. Ein grosszügiger Eingangsbereich hilft der Orientierung und dient als Treffpunkt für die Hausbewohner. 02 Das Grundriss-Konzept richtet sich nach dem Bestand. Ist jedoch modular Aufgebaut um gegebenenfalls, flexibel auf nutzerspezifische Wünsche und Bedingungen reagieren zu können. 03 Wirtschaftlichkeit im Fokus. 04 Dächer erhalten eine extensive Dachbegrünung. 05 Es ist beabsichtigt mit dem Umbau und der Erweiterung des Betreuten Wohnens ein Ressourcen schonende Umsetzung zu schaffen. 06 Die Fassadengestaltung spiegelt in Ihrer Materialtät die architektonischen Bestandteile des Heims wieder, wobei hier bewusst eine etwas andere Architektursprache gewählt ist, um die Funktionen der Gebäude zu differenziert darzustellen.
Anbindung 01 Das Gebäude bindet sich entlang der Haupterschließungsachse des Heimes an. 02 Der Gemeinschaftsraum ist im EG untergebracht. Eine direkte Verbindung zur Cafeteria ist gewährleistet, um hieraus Synergie-Effekte zu generieren. | 
 |